Ratgeber

Dropbox-QR-Code für Hochzeitsfotos: Anleitung & ehrlicher Vergleich

So erstellt ihr mit einer Dropbox-Dateianfrage einen QR-Code, über den eure Gäste Hochzeitsfotos hochladen – Schritt für Schritt, mit allen Grenzen der Gratis-Version und einer Alternative.

WeddingMemories Team
6. November 20266 Min. Lesezeit

Ein QR-Code auf den Tischen, dahinter ein Dropbox-Ordner – und alle Gäste laden ihre Hochzeitsfotos hoch. Das klappt tatsächlich, und zwar kostenlos. Hier erklären wir Schritt für Schritt, wie ihr den Dropbox-QR-Code für eure Hochzeit einrichtet – und wo die Gratis-Variante an ihre Grenzen kommt.

Das Prinzip: Dateianfrage plus QR-Code

Dropbox hat eine Funktion namens Dateianfrage (englisch „File request“). Damit können andere Personen Dateien in einen Ordner eurer Dropbox hochladen – auch ohne eigenes Dropbox-Konto. Die Funktion gibt es laut Dropbox in allen Tarifen, also auch im kostenlosen Basic-Konto.

Die Dateianfrage erzeugt einen Link. Diesen Link wandelt ihr in einen QR-Code um, druckt ihn aus und stellt ihn auf der Hochzeit auf. Eure Gäste scannen den Code und landen direkt auf der Upload-Seite.

Schritt für Schritt: Dropbox-QR-Code für die Hochzeit erstellen

  1. Bei dropbox.com anmelden. Ein kostenloses Basic-Konto reicht für den Anfang.
  2. Dateianfrage anlegen: In der linken Seitenleiste „Dateianfragen“ öffnen und eine neue Anfrage erstellen.
  3. Titel und Beschreibung eintragen: zum Beispiel „Unsere Hochzeitsfotos“ und „Ladet hier eure Fotos von unserer Hochzeit hoch – danke!“. Den Titel und die Beschreibung sehen eure Gäste beim Hochladen.
  4. Zielordner wählen: Dropbox schlägt einen neuen Ordner vor, ihr könnt ihn aber ändern.
  5. Optional ein Passwort setzen. Dann müssen eure Gäste es aber kennen – schreibt es auf die Karte oder lasst es für eine Hochzeit lieber weg.
  6. Link kopieren: Statt die Anfrage per E-Mail zu verschicken, kopiert ihr den Link zur Dateianfrage.
  7. QR-Code erzeugen: Den Link in einen QR-Code-Generator einfügen und den Code als Bild herunterladen. Achtet auf einen statischen QR-Code: Manche Generatoren erstellen „dynamische“ Codes über eine eigene Weiterleitung, die nach einer Testphase nicht mehr funktionieren kann – im schlimmsten Fall mitten auf der Feier.
  8. Testen: Scannt den Code mit mehreren Handys, am besten auch mit einem, auf dem keine Dropbox-App installiert ist, und ladet ein Testfoto hoch.
  9. Karten gestalten und drucken: QR-Code auf Tischkarten oder einen Aufsteller setzen, dazu ein kurzer Satz, wofür er ist.

So sieht es für eure Gäste aus

Nach dem Scannen öffnet sich die Dropbox-Seite im Browser. Dort tippen eure Gäste auf „Dateien hinzufügen“, wählen ihre Fotos aus und laden sie hoch. Ein Dropbox-Konto brauchen sie nicht. Allerdings kann Dropbox nach dem Upload nach Name und E-Mail-Adresse fragen, damit ihr seht, wer was geschickt hat. Die meisten Gäste füllen das aus – manche brechen an dieser Stelle aber auch ab.

Die Grenzen der kostenlosen Dropbox

  • Nur 2 GB Speicher insgesamt: Das kostenlose Basic-Konto hat 2 GB – inklusive allem, was schon in eurer Dropbox liegt. Jedes hochgeladene Foto zählt gegen euren Speicher. Handyfotos haben oft mehrere Megabyte, Videos ein Vielfaches davon. Ist der Speicher voll, bekommen eure Gäste beim Hochladen eine Fehlermeldung.
  • Gäste sehen nur ihre eigenen Fotos: Der Zielordner einer Dateianfrage ist standardmäßig privat. Wenn alle die Fotos der anderen sehen sollen, müsst ihr den Ordner zusätzlich freigeben.
  • Kein automatisches Ende: Fristen für Dateianfragen gibt es nur in bezahlten Dropbox-Tarifen. Im Gratis-Konto schließt ihr die Anfrage selbst, wenn keine Fotos mehr kommen sollen.
  • Ordner statt Galerie: Ihr bekommt einen Ordner mit Dateien. Eine Galerie-Ansicht für eure Gäste oder eine Slideshow für den Abend gibt es nicht.
  • Große Videos: Bei Dateianfragen aus Basic-Konten ist eine einzelne Datei auf 2 GB begrenzt. Für Handyvideos reicht das meistens, für sehr lange Aufnahmen nicht.

Was für Dropbox spricht

  • Es ist kostenlos, solange der Speicher reicht.
  • Ihr bekommt die Originaldateien in voller Auflösung.
  • Viele kennen Dropbox schon, und die Dateien landen direkt auf euren Geräten, wenn ihr die Dropbox-App nutzt.
  • Für die Übergabe großer Dateien, etwa vom Videografen, ist Dropbox ohnehin praktisch.

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Dropbox Basic (kostenlos)WeddingMemories
KostenKostenlosFree kostenlos; Basic 29 €, Pro 49 €, Premium 89 € einmalig
Speicher2 GB für das ganze Konto100 MB (Free), 2 GB, 10 GB oder 50 GB nur für eure Hochzeit
Angaben der GästeEventuell Name und E-Mail-AdresseKeine – scannen und hochladen
Gäste sehen alle FotosNur mit zusätzlicher OrdnerfreigabeJa, mit eurem Gäste-Passwort
QR-CodeSelbst erzeugenInklusive, mit Kartenvorlagen zum Ausdrucken
Ende der UploadsAnfrage selbst schließenAutomatisch nach der Upload-Frist des Tarifs
VideosJa, bis zum SpeicherlimitIn Pro und Premium
SlideshowNeinIn Pro und Premium

Unser Fazit

Für eine kleine Hochzeit mit wenigen, technikaffinen Gästen ist die Dropbox-Dateianfrage eine brauchbare Gratis-Lösung – vor allem, wenn ihr die Originaldateien wollt und ohnehin schon Dropbox nutzt. Plant aber den Speicher ein und testet den QR-Code vorher.

Wenn viele Gäste mitmachen sollen, alle die Fotos der anderen sehen sollen oder ihr euch das Basteln sparen wollt, ist eine fertige Lösung entspannter. Bei WeddingMemories bekommt ihr QR-Code, Kartenvorlagen und Galerie in einem – und könnt im Free-Tarif kostenlos testen. Weitere Wege vergleichen wir in Hochzeitsfotos von Gästen sammeln.

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